Mount Kinabalu
Jeder, der in seinem Leben schon einmal die wahre Schönheit des malaysischen Teils von Borneo erlebt hat, hat vom Mount Kinabalu gehört. Dieser anspruchsvolle Berg ist der höchste Gipfel Südostasiens, der 20.-höchste Berg der Welt und dafür berühmt, Kletterenthusiasten aus der ganzen Welt anzuziehen – und das schon seit Jahrzehnten.
Dieser überaus markante Berg, der in Malaysia als Gunung Kinabalu bekannt ist, hat eine Höhe von 4.095 Metern. Er ist das Herzstück des Kinabalu-Nationalparks und zieht Bergsteiger sowie Naturliebhaber gleichermaßen magisch an.
Mt. Kinabalu: Fakten und Geschichte
Der Mount Kinabalu gilt als ein recht junger Berg. Er entstand vor etwa 10 Millionen Jahren und besteht hauptsächlich aus magmatischen Gesteinen und Sedimentgestein.
Auch wenn der Berg für Laien auf den ersten Blick zu schwer zu besteigen scheint, haben ihn schon unzählige Menschen ohne große Klettererfahrung bezwungen. Jahr für Jahr kommen Touristen, Tierfreunde und Bergsteiger, um den Gipfel zu stürmen.
Die erste Expedition, der der Aufstieg auf das Plateau gelang, wurde 1851 von dem britischen Kolonialbeamten Sir Hugh Low angeführt. Zusammen mit einem Team aus 42 weiteren Bergsteigern sowie lokalen Guides und Trägern schaffte er diese Leistung. Doch erst einige Jahre später, als der Zoologe John Whitehead den Aufstieg wagte, wurde auch der eigentliche Gipfel des Mount Kinabalu bezwungen.
Whiteheads Expedition ebnete den Weg für viele weitere Wissenschaftler, Tierfreunde und Botaniker, um die Erforschung dieses fruchtbaren Berges fortzusetzen.
Im Laufe der Jahre wurden auf dem Berg und in seiner Umgebung Tausende verschiedener Pflanzen- und Tierarten entdeckt. Darunter befinden sich rund 100 Säugetierarten, mehr als 300 Vogelarten, etwa 600 verschiedene Farnarten und sogar 13 fleischfressende Pflanzen.
Wie ist das Erlebnis, den Mount Kinabalu zu besteigen?

Bis heute wird das bemerkenswerte Erlebnis einer Besteigung durch zwei Dinge geprägt: die unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren sowie die einzigartigen, oft extrem schwankenden klimatischen Bedingungen, die diesen Lebensraum überhaupt erst möglich machen.
Wanderer und Bergsteiger nehmen den Berg meist im April in Angriff. Später im Jahr können starke Regenfälle und schwankende Temperaturen das Gelände unwegsam machen und das gesamte Vorhaben deutlich erschweren.
Die Temperaturen liegen generell zwischen 20 und 25 Grad. Als Kletterer müssen Sie jedoch stets auf drastische Wetterumschwünge gefasst sein: Ein warmer, angenehmer Tag kann sehr schnell in heftigen Dauerregen umschlagen.
Dennoch sind sich fast alle, die hier Urlaub gemacht und den Aufstieg gewagt haben, einig: Egal, ob Sie den Mount Kinabalu zum ersten Mal besteigen oder ein erfahrener Profi auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind – das Gefühl, auf fast 4.100 Metern Höhe über dem Meeresspiegel diesen Gipfel zu erreichen, ist schlichtweg unvergesslich.
Tipp: Verpassen Sie auf keinen Fall die wunderschöne Insel Sipadan (in der Nähe von Semporna und dem Flughafen Tawau).